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Ministerpräsident Platzeck beim "Berliner Gespräch": Demografischer Wandel kein theoretisches Problem

    Köln (ots) - Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) wirkte beim "Berliner Gespräch" im ARD-Hauptstadtstudio dem Eindruck entgegen, der demografische Wandel sei lediglich eine Zukunftsfrage. "Das ist kein theoretisches Problem. Wir sind in Brandenburg schon seit zehn Jahren mitten drin in den Schwierigkeiten." So habe man jede zweite Grundschule wegen fehlender Kinder schließen müssen, und manche Stadt habe 30 Prozent seiner Einwohner verloren.

    Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) begrüßte die aktuelle Diskussion über Generationengerechtigkeit. "Bislang ist mir viel zu viel unter den Teppich gekehrt worden." Die deutsche Gesellschaft dürfe sich der Thematik nicht ängstlich nähern, sondern müsse erkennen, "dass wir große Potentiale haben, die bislang noch bei weitem nicht ausgeschöpft worden sind". Die Wirtschaft müsse ältere Mitbürger noch stärker als bisher als Markt wahrnehmen. "Da darf man die Entwicklung nicht verschlafen, und nicht warten, bis die Produkte vom Ausland nach Deutschland hineingetragen werden."

    Mit dem von Sandra Maischberger moderierten "Berliner Gespräch", an dem neben Platzeck und von der Leyen auch Bahn-Personalvorstand Margret Suckale, der Duisburger Stadtdezernent Jürgen Dressler und Focus-Redakteurin und Autorin Cordula Tutt teilnahmen, eröffnete die ARD heute ihre Themenwoche "Mehr Zeit zu leben - Chancen einer alternden Gesellschaft". Vom 20. bis 26. April widmen sich knapp 2000 Beiträge in Fernsehen, Radio und Internet dem demografischen Wandel.

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Stefanie Schneck, WDR Pressestelle, 0221 220 2075,
stefanie.schneck@wdr.de

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