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Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck
Am Sonntag, 6. April 2008, über das wahre Troia und den roten Planeten

    München (ots) - In der nächsten "Druckfrisch"-Ausgabe am Sonntag, 6. April 2008, um 23.30 Uhr im Ersten spricht Denis Scheck mit dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Raoul Schrott vor Ort über Homers Heimat und mit der Sciencefiction-Legende Ray Bradbury über dessen Wunsch, auf dem Mars begraben zu werden.

    Raoul Schrott: Homers Heimat. Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe Ist Schliemanns Troia das wirkliche, das historische Troia? Wo sind die Wurzeln des troianischen Mythos in der Realität zu verorten? Und überhaupt, was wissen wir wirklich über Homer, den ersten großen Dichter der europäischen Kultur? Solche Fragen stellte sich Raoul Schrott, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, bei der Neuübersetzung der "Ilias", die im Herbst 2008 erscheint. Dabei ist er auf zahlreiche Hinweise gestoßen, die den Schluss zulassen, dass das historische Troia nicht dort gelegen haben kann, wo wir es bisher vermuteten. Zahlreiche Daten, Fakten, literarische Quellen nähren den Verdacht, dass der reale Hintergrund für das Epos anderswo liegen muss. Die Indizienlage führt in einen Raum, wo sich der vordere Orient und das antike Europa berührten, in das heutige Kilikien, ins türkisch-syrisch-libanesische Grenzgebiet. Raoul Schrott war mit "Druckfrisch" dort, wo er das eigentliche Modell für Troia vermutet: In der heute noch sehr beeindruckenden antiken Bergfestung Karatepe.

    Ray Bradbury: Fahrenheit 451, Die Mars-Chroniken, Der illustrierte Mann Mit "Fahrenheit 451", seinem ersten Roman, wurde Ray Bradbury 1953 auf einen Schlag als Meister der Sciencefiction weltberühmt. "Ich verdanke Ray Bradbury viel", sagt Stephen King, und die "Los Angeles Times" bezeichnete ihn schlicht als "Gigant". Heute lebt der inzwischen 88-Jährige in Los Angeles, in einem bizarren Appartement zwischen Plastikdinosauriern und gigantischem Plasmabildschirm, und räsoniert finster raunend über die Zukunft der Gegenwart. Der letzte Wunsch indes ist für den Autor der "Mars-Chroniken", der die Kolonisierung des roten Planeten beschrieben hat, ganz selbstverständlich: Auf dem Mars begraben zu werden - wie es sich für eine Legende der Sciencefiction-Literatur ziemt.

    Und wie immer gibt Denis Schecks einen Kommentar zu den Büchern auf der aktuellen "Spiegel"-Bestsellerliste, diesmal Belletristik, ab. Seine ganz persönliche Empfehlung in dieser Sendung: "Istanbul - Stadt und Strom" heißt das Reportagenbuch über die Stadt am Bosporus und liest sich wie ein sehr guter Krimi. Geschrieben hat es Sibylle Thelen.

    Moderation: Denis Scheck. Realisation: Andreas Ammer. Redaktion: Klaus Hensel (HR) , Christoph Bungartz (NDR), Armin Kratzert (BR) und Susanne Schettler (WDR).

    Im Internet: www.DasErste.de/druckfrisch

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