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Neue Presse Hannover: "Neue Presse" (Hannover) zu Aids-Impfstoff

    Hannover (ots) - Das Ergebnis klingt mager: Unter mehr als 8000 geimpften Testpersonen haben sich 51 mit Aids infiziert, in der gleichgroßen Gruppe ohne Impfstoff waren es 74 - nur 23 mehr. Ist das etwa der Beweis, dass das neue Mittel wirkt? Ist das der große Durchbruch? Oder ist das eher Statistik, spielt der Zufall den Wissenschaftlern einen üblen Streich? Man kann verstehen, dass die thailändischen Ärzte jubeln. Aus ihrer Sicht hat der neue Impfstoff das Erkrankungsrisiko um 31 Prozent gesenkt. Und auch Weltgesundheitsorganisation und Vereinte Nationen sprechen von einem wichtigen Schritt vorwärts für die Forschung. Dahinter mag auch das Bedürfnis stecken, nach all den schlechten Nachrichten, die über Aids veröffentlicht werden müssen, endlich einmal eine gute zu präsentieren. Denn 33 Millionen Menschen sind HIV-infiziert, jährlich sterben zwei Millionen an der tückischen Krankheit. Hoffnung tut not. Und tatsächlich: Zwar liegen die Ergebnisse im Detail erst im Oktober vor und es wurden auch früher schon "Durchbrüche" gemeldet. Doch es gibt keinen Grund, an der Seriosität der Studie zu zweifeln. Es ist der weltweit größte Versuch dieser Art, und die Ergebnisse sind ermutigend. Das eine Wundermittel gegen Aids wird es in den nächsten Jahrzehnten nicht geben. Aber die Idee, zwei alte, wenig wirksame Mittel zu kombinieren, scheint erfolgreich gewesen zu sein. Es ist zwar nur ein erster Schritt, aber es zeigt eines: Es ist möglich, einen Impfstoff zu entwickeln - das ist mehr, als die Forscher bisher behaupten konnten.

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