Commerzbank Aktiengesellschaft

Börsen-Bericht
Gewinnmitnahmen bestimmen das Marktgeschehen

    Frankfurt am Main (ots) - Die abgelaufene Börsenwoche war bestimmt
von Gewinnmitnahmen auf breiter Front, vor allem im High-Tech-Sektor.
Auslöser war die wieder stärker werdende Konjunkturskepsis. So sind
die Einzelhandelsumsätze in den USA im November im Vergleich zum
Vormonat stark um 3,7 Prozent gefallen. Der Leitzins in den USA wurde
deshalb am Dienstag erwartungsgemäß um weitere 25 Basispunkte auf
nunmehr 1,75 Prozent gesenkt. Dies ist der niedrigste Stand seit
1961. Die Notenbank begründete die Senkung mit einer nach wie vor
kritischen Verfassung der Volkswirtschaft und deutete gleichzeitig
an, im Bedarfsfall weitere Zinsschritte vorzunehmen.
    
    Insgesamt festigt sich bei den Marktteilnehmern aber die Meinung,
dass im Jahr 2002 mit einer weltweiten Konjunkturerholung zu rechnen
ist. Dies bestätigen auch die positiven Äußerungen von Unternehmen
wie Cisco und Nokia. Beide gehen davon aus, dass die Talsohle der
Geschäftsentwicklung erreicht und im nächsten Jahr wieder mit
steigenden Umsätzen und Gewinnen zu rechnen sei. Dennoch nutzten
viele Anleger die gestiegenen Kurse zu Gewinnmitnahmen. Auch der in
der nächsten Woche bevorstehende Verfallstag an den internationalen
Terminbörsen wirft bereits Schatten voraus. Insgesamt rechnet die
Commerzbank mit einer volatilen Seitwärtsbewegung der Kurse ohne
richtige Jahresendrallye. Unter mittelfristigen Aspekten sollten die
schwächeren Kurse zu Käufen von Qualitätstiteln genutzt werden. Die
Bank favorisiert derzeit Cisco, Vodafone und Allianz.
    
    Nach der Verkaufswelle der letzten Woche konsolidierten die Kurse
an den europäischen Rentenmärkten. Die wieder vorsichtigere
Einschätzung der wirtschaftlichen Perspektiven ebnete den Weg für
eine Korrekturbewegung bei den langen Laufzeiten. Die Rendite
zehnjähriger Anleihen ging auf 4,7 Prozent zurück. Unterstützt wurde
diese Tendenz durch "rentenfreundliche" Daten aus Europa. So
verringerte sich in Deutschland der Einzelhandelsumsatz im Oktober
merklich. Gleichzeitig sind die Verbraucherpreise weiter auf dem
Rückzug. Die Zinsentscheidung der Fed zeigte keine erkennbaren
Auswirkungen, abgesehen von einer Erholung des Euro. Die Commerzbank
empfiehlt privaten Anlegern wegen des über alle Laufzeiten niedrigen
Zinsniveaus kurzfristige Papiere zum Kauf. Dabei sollte
Staatsanleihen der Vorzug vor Pfandbriefen gegeben werden. Bei
Unternehmensanleihen präferiert sie wegen der konjunkturellen
Unsicherheiten defensive Titel des Versorger- und Tabaksektors.
    
ots Originaltext: Commerzbank Aktiengesellschaft
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Verantwortlich:
Commerzbank Aktiengesellschaft
Tel. (069) 136 - 46553
Fax  (069) 136 - 50993
Zentrales Geschäftsfeld Private Kunden
60261 Frankfurt am Main
E-Mail: pressestelle@commerzbank.com
Internet:http://www.commerzbank.de

Original-Content von: Commerzbank Aktiengesellschaft, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Commerzbank Aktiengesellschaft

Das könnte Sie auch interessieren: