Commerzbank Aktiengesellschaft

Börsen-Bericht der Commerzbank AG
Weiterhin nervöse Stimmung am Aktienmarkt

    Frankfurt/M. (ots) - Die kräftigen Kursrückgänge an den internationalen Aktienmärkten setzten sich auch in dieser Woche fort. Auslöser waren zahlreiche Gewinn- und Umsatzwarnungen, die für eine weiterhin nervöse Stimmung unter den Marktteilnehmern sorgen. Besonders die Schwäche der amerikanischen Nasdaq strahlte auf die europäischen Märkte aus und führte zu deutlichen Kursrückgängen.          In den letzten vier Wochen ist der DAX um über 10% und der Nemax 50 um über 30% zurückgefallen. Damit einhergehend haben sich die Bewertungsrelationen vieler bislang überbewerteter Unternehmen wieder normalisiert, besonders bei Aktien aus dem Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor. Gute Qualitätstitel konnten sich dagegen behaupten und befinden sich im Aufwärtstrend. Entscheidend für die künftige Entwicklung wird die Veröffentlichung der Quartalszahlen zahlreicher Unternehmen sein. Am guten Börsenumfeld hat sich dagegen nichts geändert: günstige Einkommensentwicklung bei steigender Beschäftigung, starke Exportnachfrage als Folge der Euro-Schwäche und gute Ertragsperspektiven der Unternehmen. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt aber die Entwicklung der Ölpreise infolge der weiteren politischen Entwicklung im Nahen Osten. Zur Zeit scheint ein defensives Vorgehen bei Neuengagements angebracht. Die Commerzbank empfiehlt DaimlerChrysler, DePfa-Bank, SGL Carbon und Siemens und für risikobewusste Anleger Neue Markt-Fonds. Unter den ausländischen Werten bieten AXA, Telefonica und Ericsson gute Kurschancen.          Die Seitwärtsbewegung am Rentenmarkt bei wenig veränderten Euro-Kursen hält nach wie vor an. Die überraschende Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank belastete nur kurz. Bestimmender Faktor sind die Geschehnisse an den internationalen Aktienmärkten. Zahlreiche Investoren schichten wegen der dortigen Unsicherheit einen Teil ihrer Gelder in Anleihen mit kürzeren Laufzeiten um. Angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Euroland und wieder anziehender Ölpreise rechnet die Commerzbank in den nächsten Wochen mit einem leichten Anstieg der Renditen. Anleger sollten sich auf Anleihen mit mittlerer Laufzeit konzentrieren, insbesondere die zinsmäßig attraktiven Pfandbriefe.


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