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Kölner Stadt-Anzeiger: Ilja Richter hasst Hintergrundmusik - und wünscht sich eine "Musikpolizei"

Köln (ots) - Moderator und Schauspieler Ilja Richter hasst es, ungefragt mit Musik beschallt zu werden: "Die ganze Berieselung unserer Zeit lehne ich ab - man kann sich ja gar nicht mehr dagegen wehren, dass die ganze Welt beschallt wird und man mir unausgesetzt und ungebeten, vom Restaurant über die Hotelhalle bis zum Arbeitsplatz, den Geschmack fremder Leute ins Ohr pustet", sagte Richter dem Magazin des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Ich habe eine tiefe Verachtung dafür, wie Musik dazu entfremdet wird, dass wir irgendetwas tun oder kaufen. Ja, ich habe wirklich eine ohnmächtige Wut über die Berieselung! Am allerschlimmsten finde ich, wenn die großen Komponisten auf der Toilette landen. Wenn ich da "Eroica" hören muss, das ist unappetitlich. Wenn Beethovens Musik mit banalen Vorgängen vermischt wird, ist es eine Beleidigung des Genius", so der 62-Jährige, der in den 70er Jahren die Musikshow "Disco" moderierte. Er liebe daher ein Lied von Reinhard May: In "Musikpolizei" wünsche der sich, dass die in so einem Moment komme und die Täter abführe. "Das wäre großartig", so Richter.

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