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Kölner Stadt-Anzeiger: ACHTUNG SPERRFRIST Mittwochmorgen 01.00 Uhr CDU Baden-Württemberg verschärft Angriffe auf Röttgen

Köln (ots) - Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl hat Kanzlerin Angela Merkel gelobt, Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) jedoch scharf angegriffen. "Die Bundeskanzlerin hat einen Mordsjob", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). "Und ich finde, dass sie den exzellent macht. Ich habe einen Heidenrespekt vor ihrer persönlichen Leistung." Strobl fügte allerdings hinzu: "Für manche in der Bundesregierung sind Kommunikation und Koordination Fremdworte. Vor allem mit dem Bundesumweltministerium gibt es Probleme in vielfältiger Art und Weise. Da passieren auch immer wieder handwerkliche Fehler. Das kann so nicht bleiben. Diese Schlechtleistung färbt auf die gesamte Bundesregierung ab." Das Missmanagement zeige sich nicht allein beim Atomausstieg, sondern auch beim Erneuerbare-Energien-Gesetz. Eine Folge sei, dass Ministerpräsidenten der Union "schon mit einem dicken Hals" in Gespräche gingen, weil der Umweltminister sie nicht zureichend in Entscheidungen einbinde. "So kann man gestandene Ministerpräsidenten nicht behandeln." Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und der ebenfalls aus Baden-Württemberg stammende Unionsfraktionschef Volker Kauder attackieren Röttgen seit Monaten. Grund ist das Bestreben des Ministers, möglichst rasch aus der Atomenergie auszusteigen. In Baden-Württemberg gibt es drei Atomkraftwerke mit fünf Reaktoren. Kauder ist zudem erbost darüber, dass Röttgen im Herbst 2009 sondierte, ob er womöglich selbst Fraktionsvorsitzender werden könne.

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