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Kölner Stadt-Anzeiger: ACHTUNG SPERRFRIST Mittwochmorgen 01.00 Uhr! Neue Bundeswehr-Generalinspekteur Wieker in Fall Kundus verwickelt

Köln (ots) - Der neue Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, hat sich an den Vernebelungsversuchen nach dem Bombardement von Kundus beteiligt. Wieker sorgte in seiner Zeit als Chef des Stabes der ISAF-Schutztruppe in Kabul dafür, dass der NATO-Untersuchungsbericht über den Luftschlag zunächst streng geheim blieb. Das geht aus einem Schreiben Wiekers an das Bundesverteidigungsministerium hervor, das dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) vorliegt. In dem Brief Wiekers an das Ministerium heißt es, es sei "nicht passend", eine nicht als streng geheim qualifizierte Fas-sung des Berichts zu erstellen, weil es sich um "sensible Informationen" han-dele. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte damals offiziell erklärt, er wolle sich um eine Herabstufung des Berichts kümmern. Zweieinhalb Monate, nachdem Wieker die Bitte des Ministers ab-lehnte, wurde er von diesem zum Generalinspekteur ernannt. In der Opposi-tion wird vermutet, Guttenberg habe den Bericht von Anfang unter Ver-schluss halten wollen. Womöglich sei die Auswahl Wiekers auch ein Dank an ihn gewesen. Pressekontakt: Kölner Stadt-Anzeiger Politik-Redaktion Telefon: +49 (0221)224 2444 ksta-produktion@mds.de Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

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