Kölner Stadt-Anzeiger

Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner Synagogengemeinde verliert Rabbiner - Teitelbaum geht

Köln (ots) - Die jüdische Gemeinde in Köln hat keinen Rabbiner mehr. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, hat Natanel Teitelbaum die Gemeinde überraschend verlassen und ist bereits nach Israel zurückgekehrt. "Wir haben das Arbeits-verhältnis mit sofortiger Wirkung in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst", bestätigte Gemeinde-Vorstandsmitglied Abraham Lehrer der Zeitung (Samstag-Ausgabe). Der Rabbiner gehe aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen. Teitelbaum, der seit dem Papst-Besuch in der Kölner Synagoge 2005 der wohl bekannteste Rabbiner in Deutschland war, plante nach Informationen der Zeitung seit längerem, nach Israel zurückzukehren. Er sah die jüdische Erziehung seiner beiden Kinder gefährdet, weil es in Köln kein jüdisches Gymnasium gibt. Dass Teitelbaum so kurzfristig gehen würde, war aber nicht erwartet worden. "Wir sind traurig, einen so profilierten Rabbiner zu verlieren", sagte Lehrer. "Er hat in unserer Gemeinde viel bewirkt." Teitelbaum amtierte knapp acht Jahre lang in Köln. Für das jüdische Passah-Fest im April soll vorübergehend David Bollag in Köln als Rabbiner amtieren. Der aus der Schweiz stammende Bollag war Teitelbaums Vor-gänger. Pressekontakt: Kölner Stadt-Anzeiger Politik-Redaktion Telefon: +49 (0221)224 2444 ksta-produktion@mds.de Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

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