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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: SPD

    Heidelberg (ots) - Eine halbe Woche nach der historischen Niederlage wirken die ersten  Personalentscheidungen der SPD schon wieder überholt. Steinmeier in der Rolle des Fraktionsvorsitzenden   ist eine Fehlbesetzung, weil die Oppositionsfraktion im Bundestag eine Art Wahlkampfmaschine ohne förmlichen Wahlkampf darstellt. Aber genau am Fehlen dieser Qualifikation ist der Kandidat Steinmeier im richtigen Wahlkampf gescheitert. Er war eben keine Schröder-Kopie, sondern nur dessen erster Zuarbeiter. Der SPD-Hausputsch gegen die Altvorderen spült mit Sigmar Gabriel denjenigen an die Parteispitze, der viele an Schröder erinnert: Genauso skrupellos und prinzipienfrei. Als Einpeitscher und Zuchtmeister der Fraktion wäre er besser  besetzt und zumindest politisch nicht überfordert gewesen. Und noch ist nichts geklärt, schon gar nicht der  Weg in die Zukunft. Nur das Mono-Thema, ob und wie schnell die SPD die Annäherung an die Linke organisieren soll, besetzt  die Köpfe der Genossen und beeinflusst die Personalentscheidungen. Das ist dürftig.

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