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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zuu: Nahost

    Heidelberg (ots) - Die islamistische Hamas bekam, was sie wollte - kriegsähnliche Zustände im Gazastreifen. Um das zu erreichen, hat sie Israel mit ihren Raketen so lange gepiesackt, hat alle Warnungen in den Wind geschlagen, bis dem militärischen Riesen in Jerusalem die Nerven durchgingen. Und der Zwerg, der jeden Schritt zum Frieden in Nahost als eine Bedrohung seiner Existenz begreifen muss, kann seine fehlende militärische Kraft durch propagandawirksame Bilder verstümmelter Leichen ersetzen und den Nahen Osten, ja sogar die Weltmeinung gegen Israel mobilisieren. Steinzeitliche Reflexe auf beiden Seiten, die eine friedliche Lösung weit zurückwerfen. Denn die Unverhältnismäßigkeit des israelischen Vorgehens ist nicht zu übersehen. Aber auch das eigentliche Ziel der Offensive, die womöglich am Boden fortgesetzt wird, dürfte kaum erreicht werden: die Ausschaltung der Hamas. Olmert, den sein gescheitertes Libanon-Abenteuer warnen sollte, riskiert auf diese Weise einen Flächenbrand.

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