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RNZ: Obamas Melodie Ein Kommentar zum anstehenden Richtungswechsel in den USA

Heidelberg (ots) - Von Klaus Welzel Auflösung des Gefangenenlagers Guantánamo, Einlenken in das Weltklima-Abkommen, Liberalisierung des Abtreibungsrechts, höhere Steuern für Vielverdiener, mittelfristiger Abzug der Truppen aus dem Irak - es gibt fast kein Thema der Bush-Administration, das Obama nicht grundsätzlich anders behandeln will als sein Vorgänger. Ja, nicht einmal den geplanten Raketenschirm will der 44. Präsident der Vereinigten Staaten um beinahe jeden Preis errichten. Neue Töne aus Washington. Ein Ende der Eiszeit? Der "Wechsel" ist offensichtlich ernst gemeint, und war doch nicht nur ein vollmundiges Wahlkampfversprechen. Insgesamt sollen es bereits 200 Bush-Verfügungen sein, die auf den Prüfstand kommen. Das wäre in etwa vergleichbar, wie wenn die nächste Bundesregierung die Gesundheitsreform rückgängig machen würde, ebenso alle Anti-Terrorgesetze, kräftig an der Steuerschraube drehen, den Atomausstieg beenden und die Außenpolitik völlig neu aufstellen. Eine solchen radikalen Wechsel hat es aber hierzulande nie gegeben. Ab Januar wird sich in den USA ein etwa zweijähriges Zeitfenster auftun. Obama braucht viel Kraft, um in dieser Zeit die Scherben seines Vorgängers aufzuräumen. Sein Lied, das er dazu anstimmt, klingt vielversprechend. Pressekontakt: Rhein-Neckar-Zeitung Manfred Fritz Telefon: +49 (06221) 519-0 Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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