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RNZ: Gas geben Die Automobilbranche hat die gegenwärtige Krise zum großen Teil selbst herbeigeführt

Heidelberg (ots) - Von Klaus Welzel Kein Mensch weiß, wie viel Übertreibung in den Nachrichten steckt, mit denen die Automobilbranche in diesen Tagen das Land aufschreckt. Womöglich nutzt die eine oder andere Firma das allgemeine Krisenszenario, um lästige Überstunden abzubauen. Fakt ist allerdings, dass deutlich weniger Autos verkauft werden als erwartet. Die Branchenvertreter werden nicht müde, zu betonen, dass das überhaupt nichts mit der Modellpolitik zu tun habe. Schließlich stocke der Verkauf, obwohl der Sprit an der Zapfsäule wieder so "billig" sei wie im Frühjahr. Es sei die nackte Angst ums Geld, die die potentiellen Käufer abschrecke. Mag ja sein. Klar ist aber auch, dass der Ölpreis wieder steigt. Autofahren wird nächstes Jahr garantiert teurer sein als heute. Und wer sich jetzt nach spritsparenden Autos umschaut, findet bei der deutschen Produktpalette kaum etwas. Ein Mercedes-Geländewagen mit 10 Litern Durchschnittsverbrauch wird da als "Innovation" gepriesen - für wen? Natürlich gibt es hie und da Vorzeigemodelle: Smart, 1er BMW, die Diesel-Antriebe von Audi; aber zum Beispiel das kleinste Modell von VW, der Fox, benötigt 6,8 Liter. Insofern verwundert auch der Ruf der Branche nach einer CO2-Steuer. Profitieren würden davon nämlich die ausländischen Hersteller. Pressekontakt: Rhein-Neckar-Zeitung Manfred Fritz Telefon: +49 (06221) 519-0 Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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