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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: CSU

    Heidelberg (ots) - Wenn späte Genugtuung pfeifen würde, müsste sich Bayern jetzt  die Ohren zuhalten. Selten ist ein erzwungener Machtwechsel - nämlich  der von Stoiber zu Beckstein und Huber - so gründlich in die Hosen gegangen. Aber Stoibers verhaltener Triumph   und seine Krisenintervention als  "Ehrenspielführer" sind Teil eines Bauerntheaters.  Denn Beckstein und Huber sind vor allem auch an seinen Fehlern, an seiner  Distanz zu den Befindlichkeiten der Wähler gescheitert. Nur waren sie einfach nicht die politischen Mannsbilder, um den CSU-Filz auszumisten  und das Ruder bayrischer Politik herumzureißen. Insofern geht ihr Abgang völlig in Ordnung. Von Schadenbegrenzung und schneller Einigung    aber keine Spur. Jetzt drängen mit den vier Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt alte Rechnungen und Rivalitäten nach vorne. Landtagsfraktion gegen Landesgruppe, München gegen Berlin. Seehofers Durchmarsch stellen sich die früheren Duckmäuser  einer die längste Zeit autoritär geführten Partei und Regierung entgegen, die ihre Stunde kommen sehen.

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