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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Atom-Störfall

Heidelberg (ots) - Die gute Nachricht: Das europäische Frühwarnsystem ECURIE für atomare Störfälle hat 22 Jahre nach Tschernobyl seinen ersten Test bestanden. Die schlechte: Es war, gemessen an Art und Umfang der Störung in Krsko, falscher Alarm. Und um im Bild zu bleiben: Das ausgelaufene Kühlwasser aus dem Primärkreislauf des Alt-Reaktors in Slowenien floss direkt auf die Mühlen derer, die den Betrieb von Atomreaktoren immer noch für viel riskanter halten als zum Beispiel eine nicht beherrschbare Erderwärmung durch den schwer zügelbaren Verbrauch fossiler Brennstoffe. Und, auch das hat der "falsche Alarm" gezeigt: Ein guter Umweltminister ist den Augen der Kernkraftgegner nur ein Umweltminister mit dem Hang zur atomaren Dramatisierung. Aber Dietmar Gabriel hatte schon am Mittwoch abgewiegelt - und den Zorn einiger Verbände auf sich gezogen. Das Geschehen in einem Kernkraftwerk, das zwar sicherheitstechnisch nachgerüstet ist, aber auf einem Erdbeben-gefährdeten Gebiet steht, soll nicht verharmlost werden. Doch es darf auch nicht für einen Alarmismus herhalten, der nur Angst machen soll. Was dazu sonst zu sagen ist, hat ebenfalls Gabriel formuliert: Lieber ein Alarm zuviel, als einer zu wenig. Pressekontakt: Rhein-Neckar-Zeitung Manfred Fritz Telefon: +49 (06221) 519-0 Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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