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RNZ: Gute Arbeit?

    Heidelberg (ots) - Von Klaus Welzel Wenn SPD-Chef Kurt Beck am 1. Mai in Mainz vor Gewerkschaftern spricht, wenn er mit ihnen über das DGB-Motto "Gute Arbeit muss drin sein!"  diskutiert, dann wird sich Deutschlands oberster Sozialdemokrat vorhalten lassen müssen, dass es seine Partei war, die den massenhaften Einstieg in den Billiglohn ermöglichte. Gute Arbeit? Gerechter Lohn? Das sind doch die alten Ideale  der Sozialdemokraten! Aber diese wurden im Abwehrkampf gegen die Globalisierung und als Antwort auf den demographischen Wandel bewusst vernachlässigt. Zu Recht. Denn ohne Schröders Agenda-Politik hätte Deutschland in den letzten eineinhalb Jahren nicht diesen nachhaltigen Job-Boom erlebt, der jetzt auch die Geldbeutel der Arbeitnehmer füllt. Der gute Lohn für gute Arbeit kommt also  mit Verspätung - und er erreicht  nicht alle,  die die Lastenseite der Agenda mitgetragen haben. Deshalb kommt er wohl auch  zu spät aus Sicht der Sozialdemokratie, die sich krampfhaft bemüht, mit  Kampagnen zu Mindestlohn und Managergehältern angestammte Gewerkschaftsthemen zu besetzen, um die Grausamkeiten der Agenda vergessen zu machen. Diese Taktik  ist gut für das Mainzer Publikum - sie widerspricht aber   jeglichem ökonomischen Sachverstand.

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