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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: SPD-Tief

    Heidelberg (ots) - Natürlich war das, was Kurt Beck am Montag hingelegt hat, kein Befreiungsschlag. Doch was soll Kurt Beck aus dem historischen Meinungstief für seine Partei und sich selbst schließen? Die  bisherige Abgrenzung zu den "so genannten Linken" hat nichts gebracht. Die Freigabe der Zusammenarbeit in den Ländern auch nicht. Und schon gar nicht unter den handstreichartigen Umständen in Hessen. Es gäbe, konsequent gedacht, einen dritten Weg - den der selbstbewussten Auseinandersetzung mit den populistisch Leerformeln der Linken, die diesen Staat und seine soziale Leistungfähigkeit zugrunde richten würden. Aber dafür ist der Vorsitzende öglicherweise nicht der richtige Mann. Oskar Lafontaine  lässt Beck  und die SPD seine Herablassung bei jeder Gelegenheit spüren. Gegen einen solchen Gegner, der die Unzufriedenen fasziniert,  hilft  weder Anpassung noch Abgrenzung. Die SPD muss ihn stellen, denn der linke Vorsitzende ist nicht die Großmacht, sondern bis jetzt nur das Großmaul der kleinen Leute.

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