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Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland
Alle Reserven zur Verbesserung der Verkehrssituation nutzen
DEKRA stellt praktikable Lösungsansätze vor, um einen Verkehrskollaps im Straßengüterverkehr zu verhindern

    Stuttgart (ots) - "Die gegenwärtige Situation im Straßengüterverkehr führt ohne konkrete Maßnahmen in den Verkehrskollaps und wird dem Begriff "Mobilität" kaum noch gerecht", so skizzierte Klemens Große-Vehne, Vorstandsvorsitzender der DEKRA Automobil AG, den Hintergrund der Initiative von DEKRA zur Verbesserung des Verkehrsflusses in Deutschland.          Große-Vehne stellte ein ganzes Maßnahmebündel vor. Den Rahmen für seine Vorschläge bot die Prämierungsfeier "Die besten Nutzfahrzeuge 2000" am 20. Juni 2000 in Ludwigsburg. Auf dieser Veranstaltung von DEKRA und ETM-Verlag wurden die Ergebnisse einer internationalen Wahl vorgestellt, bei der die Leser von sieben europäischen Nutzfahrzeug-Zeitschriften die Ihrer Meinung nach besten Lkw und Busse in verschiedenen Klassen gewählt haben.          Ausgangspunkt für Große-Vehne war die Frage, was kurzfristig getan werden kann, um den Verkehrsfluß auf unseren Straßen zu verbessern. Dabei konzentrieren sich die Vorschläge von DEKRA auf das Machbare in fünf Bereichen, in denen aus Sicht einer Sachverständigen-Organisation Lösungsansätze und Denkanstösse in Richtung Politik und Verwaltung geliefert werden.          Verkehrsexperten gehen davon aus, dass das Güteraufkommen in den kommenden zehn Jahren um mindestens 30 Prozent steigen wird. Die Bahn wird - auch das ist erkennbar - dieses Wachstum zum einen kaum übernehmen können und ist zum anderen für weite Teile des Transportbereichs, z.B. den Verteilerverkehr und Transporte bis zu einer Entfernung von 300-350 Kilometern, völlig ungeeignet.          Die Hauptlast wird weiterhin auf den Straßentransport entfallen, der Lkw ist und bleibt im Güterverkehr der Verkehrsträger Nr.1! Die Vorschläge zur Optimierung          der Verkehrswege zielen darauf ab, die Verkehrsmengen pro Zeiteinheit auf unseren Straße zu erhöhen und gleichzeitig die Verkehrsströme zu beruhigen.

    Die wichtigste Voraussetzung dafür ist die Forderung nach
Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur durch Ausbau des
Verkehrswegenetzes. Die künftige Schwerverkehrsabgabe muss
ausschließlich und zweckgebunden in den Ausbau des Verkehrswegenetzes
fliessen.
    
    Darüber hinaus müssen alle verfügbaren Reserven unseres
Straßennetzes ausgeschöpft werden, um so die vorhandenen Verkehrswege
effektiver nutzen zu können. Das Ziel muß sein, an allen Wochentagen
und zu allen Tageszeiten einen möglichst kontinuierlichen
Verkehrsfluss zu erreichen. Darum muß sich die Höhe der geplanten
Schwerverkehrsabgabe an der Verkehrsmenge auf unseren Straßen
orientieren. DEKRA fordert eine Staffelung der Gebühren, mit der z.B.
Lkw, die zwischen 20 Uhr und 6 Uhr unterwegs sind, deutlich weniger
belastet würden.
    
    Wir brauchen Anreize, mit denen kostenträchtige Staus durch
intelligente Planung vermieden werden. Wir brauchen eine
bundeseinheitliche Feiertagsregelung, um die Verkehrsströme an den
Landesgrenzen nicht zu unterbrechen.
    
    Positive Auswirkungen auf den Straßenverkehr erwartet DEKRA durch
neue Standards in der Fahrzeugtechnik: Große-Vehne forderte ein
ausreichend dimensioniertes und harmonisiertes Lkw-Leistungspotential
von ca. 10 PS pro Tonne. Mit dieser Motorleistung können die
Güterverkehrsströme schneller und gleichförmiger laufen. Damit
könnten z.B. die von den anderen Verkehrsteilnehmern ungeliebten
"Elefantenrennen" weitgehend vermieden werden. Außerdem hätten wir
ein besseres Beschleunigungsvermögen zu verzeichnen, mit dem der
Verkehr in den Städten besser liefe.
    
    Moderne Informationssysteme, z.B. die Telematik, müssen verstärkt
genutzt werden. Den Unternehmen sollte die Nutzung dieser Systeme
durch finanzielle Anreize in der Startphase erleichtert werden.
    
    Auch in der besseren Koordination aller Verkehrsträger, also dem
Kombiverkehr Schiene/Straße, Binnenschiff/Straße, stecken noch
erhebliche Ressourcen zur Leistungserhöhung des Verkehrswegenetzes.
Allerdings muß das Angebot attraktiver, kundenfreundlicher gestaltet
werden. Eine bessere Abstimmung der Verkehrsträger ist erforderlich.
    
    Einen Beitrag zum Abbau von Verkehrsspitzen forderte DEKRA
Automobil-Chef Große-Vehne auch von der Industrie und der verladenden
Wirtschaft. Hier steht im Vordergrund das Ziel, die Be- und
Entladezeiten weniger stark zu begrenzen und damit  zu entzerren.
Auch Kaufhäuser und Supermärkte "auf der grünen Wiese" sollten
verstärkt Möglichkeiten zum Entladen in der Nacht bieten.
    
    "Mit diesem Bündel verschiedener Maßnahmen", so das Fazit von
Klemens Große-Vehne, "bekämen wir eine neue Beweglichkeit und erhöhte
Leistungsfähigkeit in den Straßenverkehr. Damit könnte Mobilität auf
Dauer besser gesichert und der Standort Deutschland gestärkt werden".
    
    DEKRA ist ein europaweit tätiges Dienstleistungsunternehmen, das
sich für          Sicherheit und Qualität der Menschen im Umgang mit
Technik, Umwelt und Mobilität engagiert. Acht Geschäftsbereiche
arbeiten unter dem strategischen Dach der Stuttgarter DEKRA AG. Sie
bieten qualifizierte Dienstleistungen wie Fahrzeugprüfungen,
Schaden-, unfallanalytische und technische Gutachten,
Sicherheitsprüfungen, Qualifizierung von Arbeitssuchenden,
Fleetservices, Full Service Leasing, Umweltdienste, Materialprüfung,
Bauconsulting, Zertifizierungen und Online-Services. Mit rund 16
Millionen Hauptuntersuchungen pro  Jahr ist  DEKRA  auf dem  Gebiet
der Kfz-Prüfung die Nummer eins in Europa. DEKRA beschäftigt in 40
Tochter- und Beteiligungsgesellschaften rund 7.400 Mitarbeiter. Der
Umsatz beträgt mehr als 1,5 Milliarden Mark.
    
    
ots Originaltext: DEKRA AG
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