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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Westfälischen Friedenspreis

Bielefeld (ots) - Es ist zum Verzweifeln! Da wird verhandelt und verhandelt, und dann hält der Waffenstillstand für Aleppo kaum mehr als ein paar Tage. Die Nahost-Region ist ein Pulverfass. Von Zeit zu Zeit explodiert es - gestern in Gaza, derzeit in Syrien und Irak.

So verzweifelt wie in Nahost war die Lage Ende des Dreißigjährigen Krieges in Mitteleuropa. Auch damals litt vor allem die Zivilbevölkerung. Aber Fanatiker und machtbewusste Staatschefs machten einfach weiter.

In Erinnerung daran, dass die Verhandlungen 1648 schließlich doch erfolgreich waren, ehrt der Westfälische Friedenspreis diesmal einen Monarchen, der Israel und Palästina das Existenzrecht zuerkennt. Jeder weiß, dass es nur so geht. Aber wenige in der Region sprechen es mutig aus.

Nebenbei beschämt der jordanische König alle, die in Europa möglichst noch die letzte Tür vor den Flüchtlingen verschließen wollen. Wieviel humaner agiert hier Jordanien! Obwohl wesentlich ärmer und nicht gerade frei von ethnischen und religiösen Gegensätzen, lässt die Regierung weit mehr als eine Million Flüchtlinge ins Land - bei einer Bevölkerung von 9,5 Millionen. Einfach, weil es die Humanität verlangt.

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