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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Torunfall

Bielefeld (ots) - Nein, beim Prozess um den tragischen Torunfall von Augustdorf saß nicht das Ehrenamt auf der Anklagebank. Schließlich war auch gegen den Hausmeister der Halle ermittelt worden. Ja, ehrenamtliche Arbeit geschieht nicht im rechtsfreien Raum, wie Staatsanwältin Nora Rehm zutreffend feststellte. Deshalb musste ermittelt werden.

Im Laufe des zweiten Prozesses vor dem Detmolder Landgericht setzte sich jedoch der Eindruck durch, dass hier der falsche Mann vor dem Richter stand, wie Verteidiger Jann Henrik Popkes feststellte. Warum wurde nicht gleich von Anfang an auch gegen Betreuer der Jugendmannschaften ermittelt, die an jenem 12. Januar 2013 offenkundig ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben? Nach bald vier Jahren ist es jetzt zu spät, hier noch Licht in das Dunkel zu bringen. Das ist unbefriedigend.

Übrigens könnten sich demnächst auch noch Zivilgerichte mit dem Torunfall beschäftigen. Anwalt Wolfgang Stückemann, der die Mutter des Opfers vertritt, prüft Schmerzensgeldklagen gegen den Verein und die Gemeinde Augustdorf. Die Frage nach der Verantwortung für den tragischen Unfall bleibt also offen.

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