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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Strafgeld in Restaurants

Bielefeld (ots) - Manche Zeitgenossen wüten am Buffet, als gäbe es kein Morgen. Mit bergehohen Portionen beladen, wanken sie vom Tresen zurück an ihren Tisch - und hinterher stellt sich heraus, dass die Augen größer waren als der Magen, und die Kellner müssen halb volle Teller entsorgen. Lebensmittelverschwendung ist wohl ein zu harmloses Wort für diese Attitüde. Man muss gar nicht Not und Elend in der Dritten Welt im Blick haben und auch nicht (in diesen Tagen) die Hungernden in Aleppo, um die Wegwerfmentalität, die sich nicht zuletzt in unseren Haushalten entwickelt hat, als Zynismus zu erkennen. Wenn jeder Bundesbürger rechnerisch fast ein halbes Pfund Essbares in den Müll wirft - täglich! -, dann sprechen wir nicht bloß von Gedankenlosigkeit, dann sind fundamentale Maßstäbe verrutscht. Dass Gastronomen ein Zeichen gegen diesen Zynismus setzen, ist zu begrüßen. Bemerkenswert, dass die Mahnung an die Gierigen noch im Erwachsenenalter nötig ist. Die Regeln einer zivilisierten Gesellschaft hätten ja bereits in der Familie eingeübt werden müssen. Von Kindesbeinen an. Dann würde es auch (nicht nur) am Buffet klappen.

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