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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Trumps Ausfällen

Bielefeld (ots) - Donald Trumps verbaler Amoklauf gegen Hillary Clinton lässt wenig Spielraum für Interpretationen. Wie sonst, wenn nicht als Ruf zur Gewalt, kann die Aussage verstanden werden, dass die Unterstützer des Rechts Waffen zu tragen, vielleicht etwas gegen eine Präsidentin Clinton tun könnten, wenn diese unliebsame Verfassungsrichter benenne. Die Weißwasch-Versuche seiner Fürsprecher klangen so hilflos, wie sie keinen Sinn machten. Auch das übliche Gefasel von der Lügenpresse, die alles verdrehe, zieht nicht. Trump suggerierte im Klartext ein Attentat auf seine politische Gegnerin und muss dafür politisch zur Rechenschaft gezogen werden. Trump schafft seit geraumer Zeit ein Klima der Gewalt, in dem aus Worten nur allzu leicht Taten werden können. Vor allem in einem Land, dessen Geschichte mit dem Blut politischer Attentate nur so getränkt ist. Wenn die Republikaner nicht genauso moralisch verkommen sind wie ihr Spitzenkandidat, gibt es spätestens seit dem Gewaltaufruf von Wilmington keine Alternative mehr: Sie müssen den verbalen Amokläufer stoppen, bevor Schlimmeres passiert.

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