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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu der Ökostrom-Umlage

Bielefeld (ots) - Die Prognose eines weiteren kräftigen Anstiegs der Ökostrom-Umlage lässt nicht nur bei den gebeutelten Endkunden die Alarmglocken schrillen. Auch für die Bundesregierung kommt die drohende erneute Verteuerung des Stroms ausgerechnet im Wahljahr zur Unzeit. Denn die Mehrbelastung, die ganz besonders Privathaushalte trifft, ist letztlich die Folge politischen Handelns - und Versagens. 300 Euro soll jeder Durchschnittshaushalt im nächsten Jahr über die Umlage nicht nur für die Förderung von Ökostromanlagen, sondern auch zur Subventionierung energieintensiver Unternehmen berappen. Das wären noch einmal 50 Euro mehr als in diesem Jahr. Die Hauptlast der Energiewende hat die Politik bei den Millionen Normalbürgern sowie kleinen Unternehmen abgeladen. Sie haben die geringste Lobby. Dabei birgt die hohe Umlage auch ökologische Risiken: Der Betrieb umweltfreundlicher Wärmepumpen, die mit (Öko-)Strom laufen, wird teurer. Mit Öl- und Gas zu heizen, ist heute günstig. Die Diskussion über eine Entlastung wird neu aufflammen. Der Wegfall der irrwitzigen Mehrwertsteuer auf die Umlage ist überfällig.

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