Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Cameron-Nachfolge

Bielefeld (ots) - Was für elitäre Feiglinge! Der eine (Cameron) führt sein Land zum Zweck des innerparteilichen Machterhalts aus der EU und macht sich aus dem Staub, und der andere (Johnson) zieht sich nach dem Rücktritt seines Widersachers aus der Verantwortung. Boris Johnson hat das Privatduell gegen David Cameron gewonnen. Ging es dem irrlichternden Exzentriker etwa nur darum? Nein, Johnson wollte Premier und damit Camerons Nachmieter in Downing Street 10 werden. Aber er hat eingesehen, dass er weder dem Volk noch der Partei vermittelbar ist. Die Wut auf den Trickser und Lügner, der seine Versprechen aus dem Brexit-Wahlkampf schon am Tag nach dem knappen Sieg kassieren musste, ist groß und hält. Dieser fragwürdige Erfolg kann für Johnson unmöglich folgenlos bleiben. Eines hat man ihm auch im Ausland nicht abgenommen: den Wandel vom polyglotten Bürgermeister einer europäischen Weltstadt, der Olympia 2012 in London zu einem Fest machte, zum Befürworter von anti-europäischer Kleinstaaterei. Ist Boris Johnsons politische Karriere vorbei? Hoffentlich!

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: