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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu der Nato-Kritik

Bielefeld (ots) - Über den Applaus von Seiten der AfD darf sich Frank-Walter Steinmeier nicht wundern, wenn er Russland vor der Nato in Schutz nimmt. Die »Alternative für Deutschland« versteht sich auch als deutsches Sprachrohr für Putins Russland. Der Zuspruch von AfD-Mann Alexander Gauland sollte dem Außenminister nicht gleichgültig sein. Der Chefdiplomat, der seine Worte abzuwägen weiß, bedient mit seiner Nato-Kritik extreme politische Positionen genau dort, wo sich AfD und Linkspartei ideologisch berühren. Die Schnittmenge zwischen EU- und Nato-Staaten ist groß. Wenn Steinmeier die Nato angreift, schadet er auch der EU. Und das in einer Zeit, in der die Brexit-Gefahr Europa schwächt und seine Gegner stärkt,vor allem auch Wladimir Putin. Womit Steinmeier richtig liegt: Der norwegische Nato-Generalsekretär Stoltenberg neigt ebenso wie sein dänischer Vorgänger Rasmussen zu verbaler Aufrüstung. Und wenn dann noch der Außenminister des Zwergstaates Luxemburg über den Dritten Weltkrieg räsoniert, dann wird einem ganz anders. Irgendwann werden aus Worten Taten - und plötzlich herrschen die Waffen.

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