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Westfalen-Blatt: zur EU-Reform

Bielefeld (ots) - Das Projekt ist gelungen. Europa hat sich eine Datenschutz-Reform gegeben, die in der digitalen Welt für viel Unruhe sorgen wird. Das war die Absicht, denn man wollte dem Bürger das Recht auf seine persönlichen Angaben zurückgeben. Er soll selbst bestimmen können, was preisgegeben oder gelöscht wird. Nun werden die Freaks uns erklären, dass die eine oder andere Vorschrift bestenfalls Etikettenschwindel ist, weil man technischen Aufwand immer mit irgendwelchen Tricks aushebeln kann. Darauf werden die Befürworter antworten, dass dann immer noch eine Art pädagogischer Zeigefinger bleibe, weil man weniger unbedacht umfangreiche und unverständliche Rechtshinweise einfach per Mausklick überspringt. Richtig an dieser Diskussion ist, dass man die Chancen der Nutzer erweitert hat, die dieser aber auch ergreifen müssen. Wer unbedacht alles, was kleingedruckt ist oder künftig mit ansprechender Symbolik daherkommt, beiseite klickt und private Fotos oder sonstige Informationen zu seiner Person ins Netz stellt, trägt eine Mitverantwortung dafür, wenn diese anders gebraucht werden als von ihm gewollt. Naivität kann in der digitalen Welt durchaus zerstörerisch sein.

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