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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt Bielefeld zum Thema Schlecker

Bielefeld (ots) - Wovon hat die Familie Schlecker in den vergangenen vier Jahren gelebt? Das wollte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft genauer wissen und ist offenbar fündig geworden. Kurz nach der Insolvenzanmeldung Anfang 2012 hatte die Drogeriekette ihre Läden schließen müssen. Unternehmensgründer Anton Schlecker hatte gut zehn Millionen Euro an den Insolvenzverwalter überwiesen. Und was sagte seine Tochter? »Es ist nichts mehr da«. Die Gesamtforderung der Gläubiger belief sich auf eine Milliarde Euro, 25 000 Mitarbeiter hatten ihren Job verloren. Als eingetragener Kaufmann hätte der Patriarch mit seinem Privatvermögen haften müssen - mit allem, was er besitzt. Gerüchte machten die Runde von Vermögens- und Immobilienübertragungen. Im Volksmund heißt das: arm rechnen. Diese Praxis ist wohl auch in gehobenen Kreisen üblich. Ob die Schlecker-Familie damals wirklich arm war, werden die Ermittler bezweifelt haben. Vorsätzlicher Bankrott, Insolvenzverschleppung, Falschaussagen sowie in den Fällen der Ehefrau und Kinder die Beihilfe dazu - die Vorwürfe wiegen schwer. Nach drei Jahren der Prüfung sollten die Staatsanwälte genug Indizien in der Hand haben, um das beweisen zu können. Die Schlecker-Story ist noch immer nicht beendet.

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