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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Volkswagen

Bielefeld (ots) - Wer eine Zukunft mit Schmerzen ankündigt, macht sich nicht unbedingt Freunde. Doch Schönrederei ist nicht das Ding des Matthias Müller. Schon während seiner Zeit als Porsche-Chef hat er immer Klartext gesprochen, weder Mitarbeiter noch Gesprächspartner im Unklaren gelassen. Dass er seiner Linie treu bleibt, war und ist zu erwarten. Mit seiner Rede gestern vor 22 000 VW-Mitarbeitern in Wolfsburg hat er das nachhaltig unterstrichen. Wenn der neue Mann an der Spitze des VW-Konzerns verschärfte Effizienzprogramme, Sparmaßnahmen und sehr großen Belastungen ankündigt, will er alles andere als Angst verbreiten. Nein. Müller kennt und nennt die Fakten. Dazu gehört auch das Wissen darum, dass der Autohersteller Vertrauen verspielt hat - nicht nur bei Kunden, Handelspartnern und in der Politik, sondern auch bei den Mitarbeitern. Die und deren Familien lagen Müller schon bei Porsche am Herzen. Gerade deshalb ist ihm abzunehmen, wenn er eine schonungslose Aufklärung verspricht, um die Auswirkungen des »unfassbaren Fehlverhaltens« so gering wie möglich zu halten. Offenheit und Ehrlichkeit nennt Müller als seine klaren Grundsätze. Es ist ihm zu wünschen, dass er möglichst viele Mitstreiter findet, die die gleiche Überzeugung vertreten.

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