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Westfalen-Blatt: zu Rückrufaktionen

Bielefeld (ots) - Nein, überraschend ist es keinesfalls, dass die Zahl der Rückrufe bei Kraftfahrzeugen wächst. Einer der Gründe dafür ist die Gleichteilestrategie. Wenn Konzerne wie General Motors, Toyota oder auch Volkswagen mit einem fehlerhaften Teil beliefert werden, kann sich das weltweit gleich in einem millionenfachen Rückruf niederschlagen. Schließlich werden beispielsweise Airbags eines Zulieferers nicht nur bei mehreren Modellreihen der jeweiligen Produzenten, sondern markenübergreifend - also auch bei den Tochterfirmen - eingesetzt. Auf der anderen Seite drehen die Hersteller immer mehr an der Kostenschraube, was sich natürlich auf die Preise der Zulieferer auswirkt. Die wiederum versuchen, günstiger zu produzieren. Und da reicht dann manchmal schon die kleine Veränderung eines qualitativ weiterhin ebenso hochwertigen Teils aus, um das technisch diffizile Zusammenspiel eines Autos zu stören. Der nächste Rückruf ist programmiert. Gerade auch deshalb sind die Hersteller in der Pflicht, ihre Qualitätskontrollen zu verstärken. Sie sind für das Gesamtprodukt verantwortlich, müssen um das Vertrauen der Kunden kämpfen und dürfen vor allem deren Gesundheit nicht aufs Spiel setzen. Eine defekte Benzin- oder Bremsleitung ist lebensgefährlich.

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