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Westfalen-Blatt: zur AfD

Bielefeld (ots) - Wenn es nach dem Selbstverständnis der AfD als Eurokritiker-Partei ginge, müsste sie momentan in der Griechenland-Krise eine gewichtige Stimme sein. Doch sie taucht in der Debatte so gut wie gar nicht auf. Weil sie sich lieber selbst zerfleischt und von rechten Strömungen treiben lässt. Mit einem Sieg von Frauke Petry über Parteigründer Bernd Lucke am Wochenende hätten die Mitglieder mit rechter Gesinnung gewonnen. Und Lucke kann nicht behaupten, alles gegen diese Entwicklung unternommen zu haben. Viel zu lange hat er beschönigt und herumlaviert. Beim Parteitag wird möglicherweise ein endgültiges Urteil über die AfD gefällt. Wird sie mit Petry zum Sprachrohr früherer DVU-, NPD- und Republikaner-Anhänger oder erhält sie sich mit Lucke die Chance, nicht völlig abzurutschen. Mehr ist nicht möglich. Die AfD als Erfolgsprojekt ist Geschichte. Auch mit Lucke ginge es nur darum, das Schlimmste zu verhindern. Auch wenn er nicht so tun kann, als habe er sich bei seinem Aufstieg nicht auf Hilfe von rechts verlassen. Er stützte Mitglieder mit dieser Gesinnung, solange sie ihm nützlich waren. Egal wer die AfD künftig führt: Die glorreichen Zeiten sind vorbei. Das Ende ist absehbar. Denn die Mehrheit der Bürger hat sie durchschaut. Zum Glück!

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