Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Inklusion

Bielefeld (ots) - Mit wie vielen behinderten Menschen haben Sie in Ihrem Leben zu tun gehabt? Waren es eher wenige? Dann wird es Ihnen ähnlich gehen wie zahlreichen Eltern, die Inklusion nur in der Theorie kennen. Grundsätzlich gilt: Die Hemmschwelle sinkt beim Erleben. Wer Menschen mit Behinderung kennenlernt, bekommt ein Gefühl für sie. Viele Ängste lösen sich dann in Luft auf. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass in der neuen Studie nicht nach der Qualität der Umsetzung von Inklusion gefragt wurde. Sonst wären die Noten schlechter ausgefallen. Denn die Skepsis begründet sich nicht auf mangelndem Engagement von Lehrern. Im Gegenteil: Sie bekommen auch in der aktuellen Umfrage gute Noten. Die Kritik richtet sich gegen die Behörden, die Inklusion schnell und teilweise unkoordiniert umzusetzen versuchen. Die Studie bestätigt: Inklusion wird grundsätzlich begrüßt. Wenn jemand ein schlechtes Zeugnis verdient, ist es die Politik. Sie hat versäumt, gut über Inklusion aufzuklären und Ängste zu nehmen. Wenn es bei der Umsetzung derart hapert, wundert es niemanden, dass Eltern skeptisch sind und sich Sorgen machen. Zum Glück macht der Alltag mit Inklusion häufig das wett, was Politik verpasst hat. Sich nur darauf zu verlassen ist allerdings fahrlässig.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: