Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Griechenland

Bielefeld (ots) - Dass Griechenland Vertrauen verspielt, an Glaubwürdigkeit verloren und sich nicht als seriöser Verhandlungspartner erwiesen hat - all das bekam die Athener Führung oft genug zu hören. Aber bisher ist auch nicht erkennbar, dass daraus Konsequenzen gezogen wurden. Im Umfeld von Premier Alexis Tsipras fühlt man sich von der Euro-Familie und den Investoren ungerecht behandelt. Das mag sein. Doch wäre es einfach für Griechenland gewesen, für mehr Transparenz zu sorgen. Aber der wochenlange Schlingerkurs mit sich widersprechenden Äußerungen diverser Kabinettsmitglieder ist zu einem erheblichen Teil mit Schuld an dem Desaster. Dass die hellenischen Unterhändler in Brüssel langsam konkret werden und auf erste Beschlüsse und Erfolge verweisen, sei ihnen zugestanden. Man möchte es ja auch so gerne glauben. Aber warum ließ man ausgerechnet die, die helfen wollten, so lange warten, verprellte sie und war nicht bereit, den Kontrolleuren zu sagen: Kommt her, wir zeigen euch, was wir anpacken? Die wirtschaftsphilosophische Grundsatz-Analyse von Finanzminister Varoufakis, ob Sparen oder Investieren die Ökonomie ankurbelt, scheint interessant. Aber für theoretische Spielereien bleibt keine Zeit. Athen muss liefern, nachweisen und kooperieren. 

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: