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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Prozess um den Ex-Kinderheimleiter aus Löhne

Bielefeld (ots) - 16 000 Mitarbeiter, ein Etat von 3,1 Milliarden Euro - da sollte man meinen, dass am Ende etwas für uns Bürger herauskommt. Meist tut es das auch, denn der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster organisiert viele Dinge im sozialen, medizinischen und kulturellen Bereich, mit denen einzelne Städte überfordert wären - wie den Betrieb von Behindertenschulen, großen Museen und Psychiatrien. Auch die Aufsicht über Kinderheime gehört zu seinen Aufgaben, und die funktioniert offensichtlich nicht. Anzunehmen, die Aufsichtsdefizite, die der Prozess um den Kinderheimleiter von Löhne ans Tageslicht brachte, gebe es in keinem anderen Heim, wäre lebensfremd. Warum sollte das Löhner Haus das einzige sein, bei dem man wiederholten Hinweisen von Kindern keinen Glauben geschenkt hat? Das Motiv fürs Wegsehen lässt sich nur vermuten: kontrollieren, beanstanden und sicherstellen, dass Anweisungen umgesetzt werden - das bedeutet viel Arbeit. Kindern und Jugendlichen in Heimen kann nur geraten werden, sich im Ernstfall an Polizei, Staatsanwaltschaft oder einen Anwalt zu wenden.

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