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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Putin

Bielefeld (ots) - Wladimir Putin hat die Welt schon zu oft hinters Licht geführt, als dass man in sein Gespräch mit Angela Merkel zu große Hoffnungen setzen sollte. Es mag sein, dass die Kanzlerin noch einen Draht zum russischen Präsidenten hat. Doch bislang haben die Vier-Augen-Treffen im Ergebnis wenig gebracht. Es käme einem Wunder gleich, wenn sich beim G 20-Gipfel in Australien daran etwas ändern sollte. Die Anfang September in Minsk vereinbarte unbefristete Feuerpause besteht schon seit Wochen nur noch auf dem Papier. Die Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Separatisten nehmen wieder zu. Im Konflikt um die Ostukraine ging es vielleicht nie um mehr Föderalismus und Unabhängigkeit für die Donbass-Region, sondern von Beginn an um die Abspaltung vom Staatsgebiet der Ukraine - samt Abstimmung, wie bei der Krim. Ölpreis und Rubel sind im Keller, die Sanktionen wirken. Putin weiß, dass Merkel ihm keinen Rabatt auf die Strafmaßnahmen gewähren wird. Trotzdem ist das Treffen richtig. Denn: Keine Gespräche sind auch keine Lösung.

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