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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Ukraine-Konflikt

Bielefeld (ots) - Krieg und Frieden: Alles ist möglich im Ukraine-Konflikt. Das überraschende Aufeinanderzugehen des Kiewer Staatschefs Petro Poroschenko und des russischen Präsidenten Wladimir Putin lässt hoffen. Mehr nicht. Immerhin reden beide miteinander. Kiew zieht ganz offenbar seine Truppen zurück und Russland behauptet, es sei ohnehin nicht auf dem Kriegsschauplatz Ostukraine präsent. Jeder Tag ohne neue Tote ist ein guter Tag. Allerdings kann sich das ganze Manöver auch wieder als Finte oder ziemlich tumbe Täuschung herausstellen. Putin braucht Entlastung unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Großbritannien. Poroschenko wird gleichfalls seit langem von den westlichen Mächten heftig gedrängt einzulenken. Beide verbindet eine Bringschuld, aber niemand weiß, wie es kommende Woche weitergehen wird. Deshalb ist es auch richtig, dass die Europäer ihren Weg zu einer weiteren Verschärfung der Sanktionen gegen Russland fortsetzen. Sie müssen die Strafmaßnahmen nicht sofort umsetzen, sie können sie auch auf Halten stellen. Wichtig ist, dass der Preis für weitere Gewalt klar ist.

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