Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Frankreich

Bielefeld (ots) - Man könnte sich das Chaos in Frankreich so erklären: Präsident François Hollande haut auf den Tisch, schurigelt zwei unbotmäßige Minister und setzt das gesamte Kabinett mindestens für 24 Stunden vor die Tür. Danach wird alles wieder gut. Wird es aber nicht. Denn Hollande ist zu schwach und hat das Heft des Handelns längst verloren. Das Land dümpelt vor sich hin und die Wirtschaft kriselt weiter, weil Paris die Kraft für eine Reform-Agenda nach deutschem Vorbild fehlt. Viel zu viele in Hollandes sozialistischer Partei meinen, Bundeskanzlerin Angela Merkel sei an allem schuld, weil sie die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten wolle. Mit solchem Unfug hat der starke linke Flügel in der Regierungspartei gezeigt, zu welchen ideologischen Sabotageakten er in der Lage ist. Gerhard Schröder hatte das große Glück, dass sich Oskar Lafontaine aus der SPD verabschiedete, bevor die Rosskur gegen die Arbeitslosigkeit fünf Millionen Deutscher begann. In Frankreich ist das anders. Dort hängen die linken Besitzstandswahrer den Reformern wie ein Mühlstein um den Hals.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: