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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bildungsvergleich

Bielefeld (ots) - Sinkendes Leistungsniveau und im Gegenzug geschenkte Spitzennoten, fünf Jahre kein Interesse an Fakten zum Unterrichtsausfall, weniger Fortbildung, überstürzte Inklusion und unzureichende Ausstattung der Schulen durch klamme Kommunen: Die lange Liste der Einzelprobleme ist bekannt. Gestern kam das vernichtende Gesamturteil. Die NRW-Schulen fallen auf den letzten Platz unter den Flächenländern. Nur in Berlin ist es schlimmer, wo Dummheit hoffentlich nicht - wie Armut - als sexy gilt. Obwohl im Düsseldorfer Landtag seit Jahren Schulfrieden zwischen Rechts und Links zugunsten längeren gemeinsamen Lernens gilt, wird die Lage nicht besser, sondern schlechter. Die Reformitis hält an. Niemand behaupte, durch ständigen Wandel, Turbo-Abi - rein und eventuell wieder raus - sowie neue Schulformen steige die Qualität des Unterrichts. Hoffentlich redet sich die Schulministerin nicht mit dem bei rot-grün beliebten Argument heraus, die Auftraggeber der jüngsten Studie seien arbeitgebernah und deren Fragestellung entsprechend geprägt. Das ist kein Nachteil in NRW, sondern ein seltenes Glück.

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