Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Russland und China

Bielefeld (ots) - Dass sich Russland und China wieder näherkommen, richtet sich in erster Linie nicht gegen Europa und seine ungeschickte Ukraine-Politik. Zielrichtung des Schulterschlusses von Wladimir Putin und Xi Jinping sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Die jüngsten Spionagevorwürfe der USA gegen China belasten das Verhältnis der beiden Mächte. Und im Kreml erkennt man in dem alten Rivalen aus den Zeiten des Kalten Krieges den gar nicht mal so heimlichen Unterstützer der ukrainischen Übergangsregierung.

Europa spielt nicht mit bei den Großen. Russland, China und die USA bestimmen allein schon wegen militärischer Stärke, wo es lang geht. Ein Bündnis zwischen China und Russland, das im Syrien-Konflikt ebenso funktioniert wie beim iranischen Atomprogramm, muss kein neuer Ostblock werden. Dafür sind die Interessen beider Mächte zu verschieden. Gegenseitige Abhängigkeiten können auf Dauer lähmend wirken. So werden sich die beiden Taktiker nicht zu lange und nicht zu eng binden wollen.

Wie geschmeidig Xi Jinping agiert, wird man Anfang Juli sehen: Dann reist die Kanzlerin nach China.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: