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Westfalen-Blatt: zu Siemens/Alstom

Bielefeld (ots) - Im Übernahmepoker um den französischen Industriekonzern Alstom hat sich das Blatt für Siemens über Nacht verschlechtert. Die Alstom-Spitze sieht im US-Mischkonzern General Electric (GE) den geeigneteren Partner. Auch die gut zwölf Milliarden Euro, die GE für die Energiesparte von Alstom bereit zu zahlen ist, müsste Siemens zunächst einmal überbieten. Viel Geld! Doch wäre es das wirklich wert? Siemens muss aufpassen, dass es sich im Wettbewerb mit GE nicht von Paris ausspielen lässt. Frankreich hat vor allem nationale Interessen im Blick. Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg will kurz vor der Europawahl keine Arbeitsplatzverluste bei Alstom hinnehmen. Ob Siemens im Fall einer Übernahme der Alstom-Energiesparte ohne ein Einmischen Frankreichs frei agieren könnte, ist zumindest offen. Ohnehin stellt sich die Frage, ob der kleinere Alstom-Konzern die Perle ist, die es unbedingt zu kaufen gilt. Fest steht nur: Die Furcht vor der wachsenden Marktmacht von GE in Europa hat Siemens in diese Übernahmeschlacht getrieben. Doch das avisierte milliardenteure Tauschgeschäft könnte sich auch schnell als Flop erweisen.

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