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Westfalen-Blatt: zur Vergewaltigungsstatistik

Bielefeld (ots) - Vergewaltiger werden immer seltener verurteilt - diese Meldung mit dem Zusatz, es gebe zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede, warf Kriminologe Dr. Christian Pfeiffer den Deutschen kurz vor Ostern schnell noch vor die Füße, um sie dann damit alleine zu lassen. Wie wurden die Zahlen ermittelt? In welchen Bundesländern werden vier Prozent der Verdächtigen verurteilt? In welchen 25? Diese Fragen beantwortet Pfeiffer nicht. Stattdessen bietet er verwegene, ja abenteuerliche Erklärungsversuche an. Pfeiffer stellt die These auf: »Je häufiger Tatverdächtige in einem Bundesland damit rechnen müssen, verurteilt zu werden, desto niedriger fällt dort die Zahl der registrierten Vergewaltigungen aus. Dies spricht für die präventive Wirkung intensiver Strafverfolgung.« Wer soll so etwas glauben? Ein Vergewaltiger guckt wohl kaum vor der Tat in die Verurteiltenstatistik seines Bundeslandes, um sein Entdeckungsrisiko abzuschätzen. Pfeiffer hat es wieder mal geschafft, sein Institut in die Schlagzeilen zu bringen. Doch was hinter den spektakulär erscheinenden Zahlen steckt - das bleibt vorerst sein Geheimnis.

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