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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Ukraine-Krise

Bielefeld (ots) - Die Drohung des russischen Präsidenten Wladimir Putin an die EU ist nach allen Regeln der Kunst diplomatisch verpackt und trotzdem ganz und gar unmissverständlich: Passt bloß auf, ihr Europäer, dass euch nicht bald schon das Gas ausgeht. Das freilich läge dann natürlich nicht an Russland, sondern ausschließlich an dem »unzuverlässigen« Transitland Ukraine. Ausgerechnet die Ukraine also, womit wir beim Thema wären: Putin weiß um den Energiehunger des Westens, und er ist in der Auseinandersetzung um die völkerrechtswidrige Annektierung der Krim und die russischen Ansprüche auf die Ost-Ukraine offenkundig bereit, im Falle des Falles sogar am Gashahn zu drehen. In der Ukraine-Krise ist damit die nächste Eskalationsstufe erreicht. Man muss schon sehr optimistisch sein, um unter diesen Umständen überhaupt an ein Zustandekommen des Gipfeltreffens in der kommenden Woche zu glauben. Von einem Erfolg ganz zu schweigen. Die Krise spitzt sich weiter zu. Dass nicht wenige Experten im Sanktionswettlauf den längeren Atem auf der Seite des Westens sehen, ist da ein ganz schwacher Trost.

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