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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Mindestlohn für Erntehelfer

Bielefeld (ots) - Rumänische und polnische Erntehelfer dürfen sich die Hände reiben: Ihr Arbeitseinsatz auf deutschen Feldern wird sich künftig mehr lohnen als bereits bisher. Wenn der Mindestlohn umgesetzt wird, erhalten sie 8,50 Euro. Bisher waren sie auch mit sechs Euro zufrieden. Doch was heißt das für ihre Arbeitgeber, die Obst- und Spargelbauern? Sind sie in ihrer Existenz bedroht, wie sie behaupten? Oder müssen letztlich nicht doch wir als Verbraucher den Mindestlohn über höhere Preise mitfinanzieren? Eindeutige Antworten darauf können nicht einmal Experten geben. Fest steht, dass die Einführung eines Mindestlohns den Arbeitsmarkt nachhaltig verändern wird. Nicht nur, dass etwa 1,2 Millionen Niedriglohn-Jobs bedroht sind! Ganze Branchen geraten unter Druck - wie etwa Verlage, die ihren Zeitungsboten mehr zahlen müssen. Für Erntehelfer, die nur für kurze Zeit nach Deutschland kommen, sollte die Politik eine Übergangsregelung schaffen. Wenn ihre Jobs wegfallen, weil sich das Geschäft für die Landwirte nicht mehr lohnt, wäre niemandem geholfen. Deutscher Spargel als Luxusware - das wäre jammerschade.

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