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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Volksbanken-Streit

Bielefeld (ots) - Das kleinlaute Finale des großen Volksbanken-Streites, das mit einer schmallippigen Presseerklärung verkündet worden ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier etwas sehr Außergewöhnliches in der Region passiert ist. Beinahe zwei Jahre hat sich die kleine Volksbank Halle ein hartes juristisches Gefecht mit der etwa zehn Mal größeren Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold um das Auftreten des aufgekauften Bankvereins Werther geliefert. Nicht zu vergessen, dass auch die Volksbank Bielefeld gegen die expansionsorientierten Paderborner zu Felde gezogen war, ihre Klage nur ruhend gestellt hatte.

Vordergründig ist es in dem Tauziehen um wettbewerbsrechtliche Fragen gegangen. Im Hintergrund aber schwelte die Empörung über den Einmarsch einer großen Volksbank in das angestammte Geschäftsgebiet zweier kleinerer Genossenschaftsbanken mit. Dass genau dies juristisch nicht anfechtbar ist, hat das Gericht klargestellt.

Auch insofern bleibt eine Frage für die Region offen: Werden die großen Volksbanken bald noch größer werden und haben die kleineren Institute tatsächlich noch eine Zukunft?

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