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Westfalen-Blatt: zum Thema Inklusion

Bielefeld (ots) - Eines vorweg: Der gemeinsame Unterricht von Behinderten und Nicht-Behinderten ist ein erstrebenswertes Ziel. Viele Schüler mit Förderbedarf sind in Regelschulen besser aufgehoben, erhalten erst dort die Möglichkeit, ihre intellektuellen Fähigkeit voll zu entfalten. Bei der Umsetzung der Inklusion überfordert das Land allerdings die Beteiligten. Hier zählt Eile vor Sorgfalt, gut gemeint scheint besser zu sein als gut gemacht. Wenige Monate vor der Nagelprobe mit dem rechtsverbindlichem Anspruch für Schüler in den Eingangsklassen droht jetzt erneut ein zentrales politisches Thema in die Mühlen der Justiz zu geraten. Das Land ist dabei in einer besseren Position. Eine Klage der Kommunen hätte keine aufschiebende Wirkung bei der Einführung der Inklusion, die Kommunen würden anfangs sowieso die Kosten tragen müssen. Und wie die Münsteraner Richter entscheiden, ist ungewiss. Angesichts der finanziellen Mehrbelastung ist dies für die Städte aber ein letzter verzweifelter Schritt. Es hilft alles nichts: Wer die Inklusion will, muss sich mehr Zeit nehmen. Ansonsten wird es nur Verlierer geben.

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