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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Ursula von der Leyen

Bielefeld (ots) - Mehr Kitas in Kasernen! Mit dieser Forderung hatte sich Ursula von der Leyen (CDU) zunächst als treu sorgende Mutter der Kompanie profiliert. Doch das Amtsverständnis der ersten Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums reicht viel weiter. Knallhart formuliert sie ihre Marschroute: Deutschland muss international mehr Verantwortung übernehmen - auch militärisch. Das kann als Säbelrasseln missgedeutet werden - wie es bei der Linkspartei auch prompt geschehen ist. Tatsächlich aber lässt sich die Forderung auch genau andersherum interpretieren: Deutschland kann nur dann international seine traditionell mäßigende Rolle spielen, wenn es in den Reihen von EU und Nato als vollwertiges Mitglied anerkannt ist. Dazu gehört eine gerechte Verteilung der Lasten - also die Bereitschaft, sich an international legitimierten Einsätzen zu beteiligen. Die Verteidigungsministerin fordert also in erster Linie Disziplin - von Deutschland selbst, aber auch von seinen Bündnispartnern. Das ist nicht populär, zeugt aber von Prinzipientreue. Und die ist gewiss nicht die schlechteste Eigenschaft einer Ministerin.

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