Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalen-Blatt mehr verpassen.

Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Suhrkamp-Verlag

Bielefeld (ots)

So weit hätte es nicht kommen müssen: Der Suhrkamp-Verlag, eine der feinsten Adressen in der deutschen Buchbranche, steckt nur wegen persönlicher Animositäten in der existenzbedrohenden Krise. Nur weil sich Geschäftsführerin Ulla Unseld-Berkéwicz und der Medienunternehmer Hans Barlach einen Privatkrieg liefern und sich so ineinander verbissen haben, dass nichts mehr geht, steht das Traditionsunternehmen auf der Kippe. Seit 2006 geht es nicht mehr um Bücher, sondern ums Ego. Jetzt also ist der Tiefpunkt erreicht, das Insolvenzverfahren eröffnet. Oder ist es vielleicht sogar der Neuanfang? Ein Insolvenzverfahren bedeutet nicht zwangsläufig ein Todesurteil, es kann im besten Fall sogar die Rettung des Verlags einleiten. Wenn der Gesellschafterzoff durch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft aus der Mitte an den Rand gedrängt wird und sich der Verlag auf seine Kernaufgabe, die Literatur, konzentrieren kann, wäre schon eine Menge gewonnen. Die Autoren und ihre Leser wünschen sich das. Suhrkamp ist ein Stück deutsche Geistesgeschichte - und Eitelkeiten einzelner sollten es nicht beenden.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalen-Blatt
Weitere Storys: Westfalen-Blatt
  • 07.08.2013 – 20:05

    Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Obama/Putin

    Bielefeld (ots) - »Obama sagt Treffen mit Putin ab«: Das klingt bedrohlicher, als es ist. Das Zerwürfnis zwischen den USA und Russland über das Asyl für Spionage-Enthüller Edward Snowden mag vordergründiger Anlass sein, doch zu bereden haben die Präsidenten derzeit ohnehin nicht viel. Putin hat Obamas Abrüstungsoffensive abgebügelt, in der Syrienfrage sind ...

  • 06.08.2013 – 20:05

    Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum NSU-Prozess

    Bielefeld (ots) - Es geht um Schuld. Jedoch nicht um die der Ermittler. Im Prozess zum »Nationalsozialistischen Untergrund« spielt ausschließlich die Verantwortung der Angeklagten eine Rolle. Auch wenn sich das viele Angehörige der Opfer anders wünschten. Das ist verständlich, aber eines der größten Missverständnisse dieses Prozesses. Er ist nicht dazu ...

  • 06.08.2013 – 20:05

    Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Fall Mollath

    Bielefeld (ots) - Nach sieben Jahren in der Psychiatrie ist Gustl Mollath frei. Hat in diesem Justizdrama mit aktenkundigen Schlampereien und Fehlern die Gerechtigkeit gesiegt? Das muss sich noch zeigen. Denn so richtig freuen kann sich der 56-Jährige kaum. Er steht vor dem Nichts. Seine Familie ist kaputt. Sein Haus wurde zwangsversteigert. Ein Ingenieur in seinem ...