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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Energiekonzept

Bielefeld (ots) - Alle wollen Energie sparen, alle wollen die Umwelt schützen. Das kostet Geld, meistens sogar sehr viel. Darum mag man den Aufschrei der Entrüstung gegen die geplante Sanierungspflicht für alle Gebäude für übertrieben halten. In diesem Fall scheint das Wehklagen aber berechtigt. Auch wenn es bis zum Jahr 2050 noch weit ist: Wer gerade gebaut hat und einen langfristigen Kredit abtragen muss, dürfte sich für später schon mal auf eine weitere Hypothek einstellen. Überhaupt: Wie dieses ambitionierte, aber zu übereifrig angegangene Vorhaben in der Praxis umgesetzt werden soll, ist schleierhaft, von der rechtlichen Zulässigkeit ganz zu schweigen. Im Zusammenhang mit dem so genannten Atom-Kompromiss, dem Kernstück des Energiekonzeptes, erscheint das Sanierungsprogramm in besonders ungünstigem Licht. Es entsteht der Eindruck, dass den großen Atomkonzernen Milliarden auf den Tisch gelegt werden, während Förderprogramme zur energetischen Haussanierung gekürzt und Häuslebauer, -eigentümer und Mieter zur Kasse gebeten werden. Weitsichtige Energiepolitik sieht anders aus.

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