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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Tod von christlichen Helfern in Afghanistan

Bielefeld (ots) - Die Ermordeten trugen keine Uniformen und keine Waffen - und dennoch mussten sie sterben. Die radikal-islamische Taliban brüstet sich auch noch damit, die zehn Menschen im Nordosten Afghanistans umgebracht zu haben, weil sie den christlichen Glauben ins Land bringen wollten. Dabei fragen die Mediziner aus dem Westen, die im Namen der »International Assistance Mission« (IAM) unterwegs waren, nicht nach dem Glauben. Die IAM-Freiwilligen geben ihren gutbezahlten Job in New York oder London auf, um 250 000 Augenpatienten auch im hintersten Bergdorf Afghanistans zu betreuen. Das nennt man christliche Nächstenliebe - ein Begriff, der den mutmaßlichen Mördern aus Reihen der Taliban offenbar suspekt erscheint. Die Idealisten aus dem Westen hatten den Mut, ohne militärischen Schutz durch das Land zu reisen. Sie hatten die Hoffnung, aufgrund ihrer friedfertigen Absicht nicht im Visier der Taliban zu stehen. Darin haben sie sich leider geirrt. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass sich ziviler Aufbau und militärischer Einsatz nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil. Das Blutbad ist Beleg dafür, dass ohne Soldaten ein Hilfseinsatz nur schwer möglich ist.

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