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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Ökumenischen Kirchentag

Bielefeld (ots) - Der zweite Ökumenische Kirchentag treibt die Amtsträger vor sich her. Gemeinsamkeit bis vor den Altar ist gefragt. Der Grund ist klar. Nichts ist geschehen seit 2003, als das erste Mega-Treffen der Konfessionen stattfand. Natürlich hat der Bielefelder Präses Alfred Buß Recht, dass niederschwellig, also vor Ort und im Kleinen, längst viel Gemeinsamkeit herrscht. Man hilft sich, wo man kann. Aber auf der oberen Ebene ist kaum Bewegung sichtbar. Kein Wunder: Ämter, Würdenträger und bürokratische Doppelstrukturen müssten sich wechselseitig in Frage stellen. Manche verweigern sich auch. Auch wenn eine Reihe ehemaliger Paderborner Bischöfe in München den Ton angab, von den Heutigen saß nicht einer auf irgendeinem Podium. Christen sind nicht Bilder- und schon gar nicht Kirchenstürmer. Hartnäckig treiben sie die Ökumene nach vorne. Manche hoffen allerdings, dass die zunächst rein katholische Diskussion um Missbrauch, Macht und Zölibat erst zum Knall und dann zum Durchbruch für alles Erhoffte führt. Davon ist abzuraten. Die Sonthofen-Strategie hat nicht einmal zu Zeiten von Franz Josef Strauß gewirkt. Von München 2010 geht das Signal zum Weiterbohren extrem dicker Bretter aus.

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