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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Runden Tisch/Missbrauch

Bielefeld (ots) - Vertuscht, verdrängt, verschwiegen: So sind Kirchen, so sind Schulen, so ist die Gesellschaft viel zu lange mit Opfern von Missbrauch oder Misshandlung verfahren. Der Runde Tisch der Bundesregierung soll das ändern - für alle Zeiten. Durch mehr Prävention, durch schärferes Zivil- und Strafrecht, und durch Anerkennung des Leids, das den Opfer angetan wurde. Eben diesen Opfern, die sich nach oft jahrzehntelangem seelischen Martyrium offenbart haben, ist es zu verdanken, dass dieser Runde Tisch zustande kam. Seine Einrichtung ist zu begrüßen, doch seine bloße Existenz verschafft den Opfern weder Genugtuung noch Gerechtigkeit. Das Erkennen von Schuld und ihr Eingestehen obliegen den Tätern und den Institutionen, die sie gedeckt haben. Jenseits von juristischen Dimensionen geht es auch um Sühne - Entschädigungen eingeschlossen. Der Runde Tisch kann diese Verantwortung benennen, übernehmen kann er sich nicht. Er steht am Anfang eines langen Weges, dessen Ziel Gerechtigkeit heißt. Ob alle Beteiligten diesen Weg mitgehen, wird erst die Zukunft erweisen.

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